Hühner für Anfänger

Hühner für Anfänger

Hühner für Anfänger – ein kleiner Leitfaden

Wenn du diesen Artikel liest, weißt du, worauf es ankommt.

Immer mehr Menschen haben Spaß daran, Hühner im heimischen Garten zu halten – das Federvieh ist gefragt wie nie.

„Selbstversorgung“, „Hobbyfarming“ und „Urban Gardening“ liegen bei vielen Privatleuten mit Garten im Trend.

Gerade Familien mit Kindern möchten naturverbundener leben und entdecken Hühner als Haustiere. Die Kinder können so mit Tieren aufwachsen und Hühner füttern und streicheln (und ausmisten?), aber auch miterleben, wo Nahrungsmittel herkommen. In diesem Artikel erfahrt ihr die wichtigsten Punkte zum Thema „Hühner für Anfänger„.

Zutrauliche Hühner – die richtigen Hühnerrassen für Anfänger

Neulinge in der Hühnerhaltung sollten Rassen wählen, die mit Artgenossen verträglich, robust in der Haltung sind und dem Menschen gegenüber zutraulich werden können. Das sind z.B. die Rassen Sussex, Königsberger, Marans, Blausperber und Grünleger, aber ebenso auch Schwedische Blumenhühner, Vorwerkhühner, Zwerg-Wyandotten, Araucana- und Bovan-Hennen, Maran und Rhodeländer.

1) Sussex

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Die ruhigen, anfängerfreundlichen Sussex-Hühner gibt es in weiß und in schwarz. Sie fliegen sehr wenig und sind gute Futtersucher. Sussex-Hühner bieten eine gute Legeleistung und können sehr zutraulich werden.

2) Königsberger

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Das Königsberger Huhn bietet einen hübschen Anblick. Es ist friedlich, zutraulich, kälteunempfindlich und robust und ist damit das ideale Familienhuhn für die Gartenhaltung. Königsberger legen viele braune Eier.

3) Marans

Maran Hühner

Das Besondere an den Marans sind ihre schokobraunen Eier. Marans sind anspruchslos und für die Freilandhaltung geeignet. Bei genügend großem Auslauf suchen sie sich einen Großteil ihres Futters selbst. Bei Landleben.bio bekommst du Maran-Hühner in der Farbe schwarz-kupfer.

4) Blausperber

Blausperber

Blausperber-Hühner haben eine außergewöhnliche, „gestreifte“ Gefiederzeichnung. Sie sind perfekt für Anfänger geeignet, da sie sie sehr ruhig sind und nicht zum Fliegen neigen. Sie erfreuen ihren Halter mit ihrer Zutraulichkeit und vielen braunen Eiern.

5) Grünleger

Grünleger

Grünleger legen grüne bis türkisfarbige Eier! Das und ihre freundliche, umgängliche Art machen sie sehr beliebt für die Gartenhaltung – ein Anfängerhuhn mit „Mehrwert“.

6) Schwedische Blumenhühner

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Die Blumenhühner sind eine alte schwedische Landrasse, die durch ihr hell getupftes („geblümtes“) Federkleid auffällt. Sie werden sehr anhänglich dem Menschen gegenüber, sind friedlich und pflegeleicht und damit für Anfänger geeignet. Allerdings fliegen sie gern (es ist aber kein Problem, ihnen schmerzfrei die Flügel zu stutzen. Gern übernehmen wir dies kostenlos für dich.)

7) Vorwerkhühner

Vorwerkhuhn Henne

Die hübschen Vorwerkhühner bilden im Garten einen Blickfang. Die Rasse wurde um 1900 von dem Hamburger Oskar Vorwerk gezüchtet. Sie ist winterhart und robust, dazu gutmütig und friedlich und damit ein anfängerfreundliches Huhn.

8) Zwerg-Wyandotten

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Die beliebteste und verbreitetste Zwerghuhnrasse sind die Zwerg-Wyandotten. Da sie leicht handzahm werden, sind sie für Familien besonders geeignet. Sie sind robust und kälteunempfindlich, dazu gute Futtersucher. Zwerg-Wyandotten gibt ein in zahlreichen (29!) Farbschlägen.

9) Araucana

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Araucana-Hühner legen grüne bis türkisfarbige Eier! Zu etwas Besonderem machen sie auch die Federbüschel an den Ohren und ihre Schwanzlosigkeit (ihnen fehlen die Schwanzwirbel und die Bürzeldrüse). Die aus Chile stammenden Araucana-Hühner sind ruhig, anspruchslos und können sehr zahm werden, was sie zu geeigneten Anfängerhühnern macht.

10) Bovan

Bovan Hennen

Bovan-Hühner haben eine schöne Farbe mit dunkelbraunem, fast schwarzem Gefieder am Körper und einer goldbraunen Sprenkelung am Hals. Sie sind sanftmütig und sehr sozialverträglich. Bovans sind robust, kontaktfreudig und neugierig. Das alles macht sie zu idealen Anfängerhühnern.

11) Maran

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Maran-Hühner legen dunkelbraune Eier! Sie stammen ursprünglich aus Frankreich und sind gute Futtersucher, dabei ruhig, freundlich und neugierig.

12) Rhodeländer

Rhodeländer Hennen

Rhodeländer sind pflegeleicht, ruhig und zutraulich. Damit sind sie eine ideale Rasse für Neulinge in der Hühnerhaltung. Ein weiterer Pluspunkt ist ihre Legeleistung.

Übrigens: Ein „Hahn im Korb“ ist für die Hühnerhaltung nicht unbedingt notwendig. Eier legen die Hennen auch ohne Hahn.

Der Hühnerstall

Wie bringt man seine neuen Hühner nun unter?

Hühner brauchen einen Stall und für ein artgerechtes Leben auch reichlich Auslauf. In den Stall ziehen sie sich eigentlich nur zum Schlafen oder Eierlegen zurück. Hühner bewegen sich gern im Freien.

Einen Hühnerstall kann man kaufen, selber bauen oder einen schon im Garten vorhandenen Schuppen oder ein Gartenhäuschen umfunktionieren. Wichtig ist, den Stall nicht zu klein zu planen, damit die Hühner während einer Aufstallungspflicht (z.B. wegen Vogelgrippe) nicht zu eng aufeinander hocken müssen und noch einen gewissen Freiraum haben.

Herzstück des Stalls ist der Nistbereich. Einen solchen geschützten, abgedunkelten und zugluftfreien Bereich zum Eierlegen brauchen die Hühner unbedingt.

„Wie die Hühner auf der Stange“ – auch die Sitzstange (Kantholz/Dachlatte, deren Kanten leicht abgerundet sind, alternativ ein stabiler Ast) ist ein notwendiger Bestandteil des Hühnerstalls, da die Hühner sich abends auf ihre Sitzstange zurückziehen und dort schlafen.

Unter der Sitzstange sollte ein Kotbrett angebracht werden, das die Reinigung erleichtert. Dieser Tipp macht es nicht nur Hühner-Anfängern leichter.

Da Hühner für ihr Leben gerne scharren, sollte der Boden des Stalls mit entsprechendem Material eingestreut werden, beispielsweise Strohhäcksel, Holzspäne oder ein Torf-Sand-Gemisch.

Zumindest ein kleines Fenster sollte eingeplant werden, da die Hühner ihren Tagesrhythmus nach dem Tageslicht bestimmen.

Der Auslauf kann gar nicht groß genug sein – gönnen Sie Ihren Hühnern so viel Platz wie möglich.

Die wohl einfachste Variante, eine Auslaufbegrenzung zu bauen, ist das Geflügelnetz (auch Geflügelzaun genannt). Es ist flexibel einsetzbar und kostengünstig.

Wie hoch muss der Zaun sein? Bei größeren, schwereren Rassen, die nicht gerne fliegen, reichen 1,40 m schon aus. Für leichtere, aktivere Rassen sollte der Zaun bis zu 1,80 m hoch sein – aber diese Rassen empfehlen wir für Anfänger ohnehin nicht.

Es gibt auch die Möglichkeit, den Hühnern die Flügel zu stutzen (dies ist schmerzlos.)

Auch ein geschlossenes, überdachtes Hühnergehege wie eine Voliere ist möglich. In diesem Fall sollte man sich über die Bauordnung seines Bundeslandes informieren oder sich an seine Gemeinde wenden.

Es gibt also beim Hühnerstall einiges für Hühner-Neulinge zu beachten.

Was fressen meine „Anfänger“-Hühner?

Die Ernährung der Hühner sollte abwechslungsreich sein, so wie sie sich auch in der Natur ernähren würden: Getreide, Gräser, Kräuter, Beeren, Würmer und Insekten.

Hier zeigt sich der Vorteil eines möglichst großen Auslaufs: die Hühner können sich einen Großteil ihrer täglichen Nahrung (Gräser, Kräuter und Insekten) selber suchen. So ernähren sie sich ganz von allein gesund – und es spart obendrein Hühnerfutter.

Ganz auf gekauftes Hühnerfutter (Alleinfutter/ Körnermischungen) sowie Gemüse und Obst sowie als Ergänzung Eiweißfutter verzichten kann man aber nicht.

Achten Sie bitte darauf, dass in fertigem Hühnerfutter der Mais gebrochen ist. An einem ganzen Maiskorn kann ein Huhn ersticken!

Die optimale Hühnerernährung setzt sich aus drei Teilen zusammen:

zu ca. einem Viertel Nahrung aus dem Freilauf
zu ca. einem Viertel Obst, Gemüse und Eiweiß (z.B. Mehl-, Regenwürmer)
zu ca. der Hälfte Hühnerfutter aus dem Handel

Auch frisches Wasser muss den Hühnern jederzeit zur Verfügung stehen, am besten in einer Stülptränke. Tauschen Sie das Wasser täglich aus und reinigen Sie die Tränke alle 2-3 Tage.

Das fertige Hühnerfutter sollte in einem Futterspender angeboten werden, der wöchentlich gereinigt wird.

Wir empfehlen den Wasser- und Futterspender etwas höher zu stellen oder an einem Band aufzuhängen, natürlich so das die Hühner diese immer noch erreichen können, damit diese beim Scharren im Stall nicht verschmutzt werden können und z.B. Mäuse diese nicht so leicht erreichen können.

Hühnerkauf – woher bekomme ich meine Hühner für Anfänger?

Nun ist es soweit, die Vorbereitungen sind getroffen, es können Hühner einziehen.

Hast du bereits eine oder zwei bestimmte Hühnerrassen im Auge?

Der Hühnerkauf bei erfahrenen Züchtern und Händlern hat den Vorteil, dass man sicher sein kann, Hühner zu bekommen, welche die entsprechenden Impfungen bekommen haben. Selbstverständlich sind die Hühner, die du bei Landleben.bio kaufen kannst ebenfalls geimpft. Weiterhin kannst du uns auch alle seine Fragen zur Hühnerhaltung stellen auch noch lange nach dem Kauf.

Sollte sich kein Züchter in deiner Nähe finden, gibt es auch die Möglichkeit, sich die Hühner liefern zu lassen.

Wir bei Landleben.bio bieten diese Möglichkeit an – unsere Hühner können bundesweit über Nacht per schonender Tierspedition verschickt werden. Über Nacht, weil die Hühner dann ohnehin meist schlafen und am wenigsten Stress haben. Sie reisen in speziellen Transportboxen mit Luftlöchern und Stroh und bekommen Gurken- oder Apfelstückchen (für ihren Wasserhaushalt), wenn sie mal Durst bekommen sollten.

Du kannst unsere anfängertauglichen Landleben.bio-Hühnerrassen also auch bestellen, wenn Sie weiter weg wohnen.

Was muss ich als Hühner-Anfänger sonst noch beachten?

Du musst deine Hühner beim Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse anmelden (ist online möglich und kostet bei kleinen Hühnergruppen nur wenige Euro) sowie ein Bestands- und Impfregister führen.

Gesundheit!

Du bist verpflichtet, deine Hühner vierteljährlich gegen die Newcastle-Krankheit zu impfen.

Das geht ganz einfach über das Trinkwasser der Hühner. Den Impfstoff erhältst du für wenig Geld beim Geflügelzuchtvereinen oder beim Tierarzt.

Was deinen Hühnern auch passieren kann, ist ein Befall mit der Roten Vogelmilbe oder der nordischen Vogelmilbe. Ihre Bisse verursachen starken Juckreiz, das Blutsaugen kann jüngere Tiere auch schwächen.

Man verhindert den Befall am besten, indem man den Hühnerstall so baut, dass möglichst keine Unterschlüpfe und Versteckmöglichkeiten für die Milben entstehen (nach Möglichkeit glatte Oberflächen im Stallinneren, Zuspachteln von kleinen, auch kleinsten Öffnungen).

Ist ein Befall aufgetreten, kann man natürlich die chemische Keule zücken, es gibt aber auch ein natürliches Mittel zur Bekämpfung von Vogelmilben: Kieselgur. Dieses natürliche Produkt ist so fein, dass er ins Gefieder der Hühner und in die Ritzen des Stalls dringt und die Milben mechanisch bekämpft. Kieselgur ist absolut umweltverträglich, und kann sogar zusätzlich ins Sandbad der Hühner gefüllt werden. Vor einer Anwendung im Stall, sollte allerdings der Stall gründlich gereinigt werden.

10 Anfängerfehler

Einige häufige Fehler von Hühner-Neulingen sind:

  • die Hühner nicht anmelden (s.o.)
  • die Nachbarn/den Vermieter nicht informieren
  • mit zu wenigen Hühnern starten. Hühner fühlen sich allein nicht wohl. (Erfahrungsgemäß kommen oft noch mehr Hühner zu einer Gruppe dazu. Hühner können süchtig machen! – Platz einplanen)
  • zu wenig Platz auf der Sitzstange – 25 cm pro Huhn sollten es sein
  • Fütterungsfehler 1 – Legehennen leisten viel und sollten auch Legehennenfutter bekommen
  • Fütterungsfehler 2 – das Falsche füttern: niemals rohe Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln (enthalten das giftige Solanin); auch Avocados und Zitrusfrüchte vertragen Hühner nicht!
  • Fütterungsfehler 3 – ganze Eierschalen. Eierschalen zur Calciumversorgung sind grundsätzlich eine gute Idee – aber nur in zerkleinerter Form; durch das Picken an ganzen Eierschalen könnten Hühner sich die Unart des Eierfressens angewöhnen.
  • unzureichende Sicherung des Stalls/Auslaufs gegen Fressfeinde wie z.B. Marder oder Greifvögel
  • nicht auf Krankheiten vorbereitet sein: ja, auch Hühner können krank werden. Sie sollten sich vorab über einige typische Hühnerkrankheiten informieren. Im Laufe der Zeit werden Sie sich dann vermutlich eine kleine Hühner-Apotheke zulegen, in der dann z.B. auch ein Mittel gegen Durchfall enthalten sein wird. Es ist ebenfalls sinnvoll, nach einer auf Geflügel spezialisierten Tierarztpraxis Ausschau zu halten.
  • den Aufwand unterschätzen: Hühner sind unkompliziert zu haltende Tiere, aber ein wenig Arbeit bringen sie schon mit sich, die man einkalkulieren sollte.

Ei, Ei, Ei – die Eier-“Ernte“ von den eigenen Hühnern

Eine besonders schöne Seite der Hühnerhaltung ist die Versorgung mit frischen Eiern von den eigenen Hennen.

Ein Huhn legt nicht sein Leben lang Eier – am höchsten ist die Eierproduktion in den ersten Jahren, besonders bei den sogenannten Hybriden (diese wurden speziell für das Eierlegen gezüchtet). Rassehühner legen zwar länger Eier, dafür allerdings auch weniger. Hier erstreckt sich die Legeleistung nur auf einen längeren Zeitraum als bei den Legehybriden.

An dieser Stelle kommt bei Ihnen möglicherweise die Frage auf, wie alt Hühner eigentlich werden: vier bis sieben Jahre.

„Ich wollt, ich wär ein Huhn – ich hätt nicht viel zu tun – ich legte jeden Tag ein Ei und Sonntags auch mal zwei“. Letzteres stimmt leider nicht – eine Henne legt pro Tag maximal ein Ei.

(Die Produktion eines Eis im Hühnerkörper dauert ca. 24 Stunden).

Es gibt nicht nur weiße und braune Eier, wie man sie aus dem Supermarkt kennt – verschiedene Hühnerrassen legen Eier in interessanten Farben wie grün, türkis oder schokobraun.

Grünlegende Rassen sind z.B. die (wie der Name schon sagt) Grünleger, die Lavender Araucana legen türkise Eier, und dunkelbraune Eier kann man von der Rasse der Marans erwarten.

(Auf den Geschmack der Eier hat die Farbe der Schale keinen Einfluss.)

Anfänger sind oft verunsichert, wenn ihre Hennen einmal weniger oder gar keine Eier legen.

Hierfür kann es verschiedene Gründe geben:

  • das Alter des Huhns; daran lässt sich nun nichts ändern…
  • das Huhn befindet sich in der Mauser. Dieser „Gefiederwechsel“ findet im Spätherbst statt und ist daran zu erkennen, dass das Gefieder lückenhaft und zerrupft aussieht und überall Federn herumliegen. Grundsätzlich ist die Mauser sehr anstrengend für die Hühner. Nun ist nicht mehr ausreichend Kraft für die für die Eiproduktion da. Man kann seine Hühner in der Mauser mit einem speziellen Legehennen-Futter und der Gabe von Kalk, z.B. in Form von Muschelgrit oder Eierschalen unterstützen.
  • ein Milbenbefall, tritt vor allem in der Wärme des Sommers auf und sollte umgehend bekämpft werden, weil die Hühner sehr unter den Plagegeistern leiden.
  • die Temperatur, wenn es dem Huhn zu warm oder zu kalt ist, so dass die Anpassung auf die notwendige Temperatur das Huhn viel Kraft kostet. Wenn es im Sommer im Stall zu heiß wird, öffnen Sie zum Lüften die Fenster. Die Fensteröffnungen müssen natürlich z.B. durch ein Drahtgeflecht oder Kükenzaun gegen das Eindringen von Fressfeinden gesichert sein.
  • die dunkle Jahreszeit Hybridkreuzungen und entsprechende Winterleger-Rassen legen zwar auch noch im Winter, in etwas verringerter Form, Eier, grundsätzlich benötigen Hühner allerdings eine bestimmte Anzahl von Sonnenstunden (wie wir sie im Sommerhalbjahr haben) um Eier zu legen.

Anfänger-Hühner im Winter

Machst du dir Sorgen, ob du deine Hühner im Winter im Freien halten kannst?

Das brauchst du nicht. Mit ein paar Vorkehrungen überstehen Hühner die kalte Jahreszeit gut.

Nach der Mauser im Spätherbst hat ein Huhn normalerweise ein intaktes Federkleid aus Daunen und Deckfedern, das es vor Kälte schützt. Nässe und länger anhaltenden kalten Wind mögen Hühner allerdings nicht.

Daher solltest du Auslauf und Stall rechtzeitig winterfest machen.

Überprüfe zunächst noch einmal das Freigehege gründlich auf Sicherheit gegen Fressfeinde.

Futter- und Wassernäpfe sollten sich aus verschiedenen Gründen ohnehin nur im Stall befinden.

Zum Schutz gegen Wind, Schnee oder starken Regen solltest du deinen Hühnern – am besten direkt am Stallausgang – einen kleinen Unterstand bauen. So können sie auch im Winter vor der Witterung geschützt die frische Luft genießen.

Den Stall solltest du einmal gründlich misten und reinigen, bevor du ihn winterfest machst.

Schließe alle Fenster und dichte sie ab, z.B. mit einem Vorhang ab. (Gelüftet wird im Winter dann durch die Tür.)

Damit es den Hühnern zum Eierlegen nicht zu kalt ist, polstere die Legenester mit einer Extraschicht Stroh aus, eventuell bringst du auch einen Vorhang davor an.

Deine Hühner werden dir dankbar sein, wenn du im Stall für eine Wärmequelle sorgst – eine Heizung oder eine Wärmelampe (Infrarot-Wärmestrahler/Dunkelstrahler mit Schutzkorb).

Schon beim Bau des Stalls solltest du ausreichend Platz einplanen, so dass die Hühner sich auch im Winter im Stall bewegen können, sowie an eine Dämmschicht – z.B. aus Styroporplatten – (Diese dürfen dann aber nicht angepickt werden können.) denken.

Unsere Hühner-Beratung

Solltest du noch nicht genau wissen, welche Rassen am besten zu dir passen oder allgemeine Fragen zur Hühnerhaltung haben, stehen wir dir selbstverständlich gern für eine Beratung zur Verfügung.

Sattel die Hühner!

Nun hast du ein solides Grundwissen über die Hühnerhaltung in deinem eigenen Garten.

Du siehst, es ist gar nicht so kompliziert. Nun kann es losgehen!

Wir wünschen dir viel Freude mit deiner eigenen Hühnertruppe! Suchen dir jetzt in unserem Shop die Anfängerhühner mit den Eigenschaften aus, die dir am besten gefallen. Bei Rückfragen, sind wir selbstverständlich gern für dich da.

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Weitere Fragen für den Beginn der Hühnerhaltung

Welche Hühner sind für Anfänger besonders gut geeignet?

Wir werden natürlich oft gefragt, welche Hühnerrassen sich für Anfänger und Hühner-Neulinge besonders gut eignen.

Grundsätzlich ist unsere Antwort hierbei stets die selbe:
Von den Hühnerrassen aus unserem Shop kannst du dir als Anfänger die Hühnerrassen so zusammenstellen, wie du es möchtet. Alle angebotenen Rassen sind sehr verträglich miteinander. Sie werden in der Regel bei uns zusammen gehalten und kennen sich daher sogar bereits. Probleme in der Vergesellschaftung sind bei diesen Hühnern nicht zu erwarten. Du bist nicht darauf angewiesen ausschließlich Hühner der gleichen Rasse zu nehmen, sondern kannst dir deine Hühnertruppe so zusammenstellen, wie du es möchtest. Das ist kein Problem und wird von den meisten unserer Kunden so gemacht.

Wie sollten Anfänger-Hühner sein?

Damit du auch als Anfängergut mit den Hühnern zurecht kommst und viel Spaß hast, sollten die Hühnerrassen robust, zutraulich, ausgeglichen, relativ anspruchslos sein, eine gute Anzahl von Eiern legen und nicht hoch fliegen.

Bis auf die sehr aktiven Italiener ist dies grundsätzlich bei allen anderen unserer Hühnerrassen der Fall. Sussex Hennen, Königsberger, Marans, Blausperber und Grünleger eignen sich aufgrund verschiedener Eigenschaften z.B. sehr gut für Anfänger.

Die Rang-, bzw. Hackordnung unter Hühnern

Es wird zwar unter den Hühnern eine Rangordnung geben wird, welches Huhn in der Hierarchie über den anderen steht, aber dies ist bei Hühnern ganz normal. In der Regel ist dies bereits unter den Hühnern geklärt und es kommt so keinen Auseinandersetzungen. Kleinere und jüngere Hühner stehen in der Hierarchie meist etwas weiter unten und müssen somit z.B. mit dem Fressen etwas warten.

Wie viele Hühner sollte ich als Anfänger mindestens halten?

Hühner brauchen ihre Artgenossen, um sich wohlzufühlen und richtig „aufzublühen“. Nur dann können sie miteinander Interagieren und ein richtiges, erfülltes Hühnerleben führen. Aus diesem Grund solltest du mindestens eine Gruppe von drei Hühnern halten.

Wir freuen uns sehr, dass du dich für Hühner interessierst und kurz davor bist, Hühner zu kaufen.

Wie geht es weiter nach dem Hühnerkauf?

Nachdem du die Hühner bei uns gekauft hast, solltest du sie bei dir ca. 1,5 Tage lang im Stall lassen. So lernen die Hühner ihren neuen Stall kennen. Lasse sie erst danach in ihr Außengehege. Wenn sie nach dieser Zeit von selbst aus ihrem Stall gekommen sind und ihren Auslauf erkunden, werden sie auch abends, mit Beginn der Dämmerung, von selbst in ihren Stall zurück gehen. Du musst sie dann nicht einfangen o.ä., sondern nur noch ihren Stall schließen.

Wie hoch soll mein Hühnerzaun sein?

Grade für Anfänger in der Hühnerhaltung ist es wichtig, dass die neuen Hühner nicht so schnell aus ihrem Gehege ausbrechen. Schwere Rassen fliegen grundsätzlich weniger als leichte. Auch fliegt ein Huhn zu Beginn seines Lebens möglicherweise etwas mehr als mit zunehmenden Alter. Sollte dein Zaun 1,2 m hoch oder niedriger sein, so empfehlen wir das stutzen der Flügel. Dieses ist absolut schmerzfrei für die Hühner und muss nur einmal durchgeführt werden. Die drei äußersten Federn sollten allerdings stehen gelassen werden, damit der Flügel vom Huhn noch gut angelegt werden kann. Durch das Stutzen verliert das Huhn seinen Auftrieb und stellt die Flugversuche zunehmend ein.
Wir beraten dich aber bei deinem Hühnerkauf hier vor Ort gern noch einmal zu diesem Thema und übernehmen auch auf Wunsch das Stutzen der Flügel für dich.

Brauche ich einen Hahn, damit meine Hühner Eier legen?

Nein, deine Hühner werden auch ohne einen Hahn Eier legen. Nichts desto trotz hat ein Hahn natürlich andere wichtige Aufgaben. Er ist unverzichtbar, wenn man Hühner züchten und Küken haben möchte. Ein Hahn hält die Hennen zusammen, zeigt ihnen Futter und beschützt sie im Idealfall z.B. gegen Raubvögel.

Du hast noch mehr Fragen?

Solltest du noch mehr Informationen über Hühner für Anfänger, Anforderungen an den Stall, das Gehege, das Futter, Impfungen, die Anmeldung bei der Tierseuchenkasse, das Stutzen von Flügeln etc. benötigen, stehen wir dir gern zur Verfügung.

Stell dir jetzt deine Hühnertruppe zusammen!

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